Das war nichts für schwache Nerven. Im Heispiel gegen den VFL Sassenberg war alles dabei, was einen hochklasse Krimi ausmacht. Die Gäste des VFL waren hoch motiviert, nicht zuletzt auch wegen ihrer bislang fehlerfreien Leistung in der Liga. Die Beveraner wollten gut aufgestellt gegenhalten. Und Heimrecht ist natürlich auch immer ein Faktor. Aber zunächst hatten die Gäste das Heft in der Hand. Nach den Doppeln blieb die Erkenntnis, dass auch diesmal nur eines von drei Doppeln für den BSV stach. Karl Piochowiak und Martin "Matza" Höggemann mussten dabei aber auch schon alles aufwarten, was ging. Andreas Rottwinkel/Ludger Voss und Alfons Dartmann/Hubert Schulze Topphoff blieben hauchdünn punktlos. Dann folgte im oberen Paarkreuz, wie auch schon in Füchtorf zuvor, ein Doppelschlag gegen den BSV. Karl Piochowiak im fünften Satz hauchdünn bezwungen und Andreas Rottwinkel gratulierten brav zum Sieg. Mit 1:4 waren also die Weichen für den VFL gestellt, ein weiteres mal siegreich die Halle zu verlassen. Dagegen hatte aber Matza Höggemann was, der nach anfänglichen Schwierigkeiten dann das Spiel sicher in den Griff bekam. Nicht belohnt wurde Ludger Voss, der sich taktisch stark in Szene setzte. Dann schlug aber das untere Paarkreuz zu. Hubert Schulze Topphoff, der später auch sein zweites Einzel gewann und damit zum Matchwinner mutierte, und Alfons Dartmann mit grenzenloser Routine und einem in der zweiten Spielhälfte taktischen Meisterstück brachten des BSV wieder heran. Die Luft wurde heiß in der Halle. Karl Piochowiak verbrachte dann einen Kraftakt um sein zweites Einzel siegreich zu bestreiten. Da Andreas Rottwinkel nicht seinen besten Tag hatte, war der Punkt wichtig. Höggeman siegte in der Mitte, Voß wurde auch im zweiten Spiel nicht belohnt. Und dann schlugen die beiden Recken unten wieder zu und brachten den BSV erstmals in Führung. Ein Fünfsatzkrimi im Schlussdoppel mit dem besseren Ende für den BSV brachten Piochowiak/Höggemann den zweiten Doppelerfolg des Tages und dem gastgebenden Verein den Sieg. "Sassenberg hätte gut und gerne einen oder zwei Punkte entführen können, und wir hätten uns nicht beschweren dürfen", konstatierte der Teamchef Höggemann - und hat sicherlich recht! Der glückliche Sieg geht aber auch für den BSV wegen der guten kämpferischen Moral in Ordnung. Und da ist es eben doch, der Vorteil eines Heimrechts.