Weiterhin ungeschlagen, aber nicht mehr verlustpunktfrei. Das ist die Erkenntnis aus dem Auswärtsspiel bei der TG Münster 2 am vergangenen Freitag. Leistungsgerecht trennten sich die Sextette 6:6 Unentschieden. Das hätte, so oder so, auch anders ausgehen können, denn nicht weniger als die Hälfte aller Spiele sind erst im Entscheidungssatz und darüber hinaus oft in der Verlängerung entschieden worden. Das dabei Zahlen keine Rolle spielten belegt, dass eine Woche zuvor gegen TG Münster 1 noch ein knapper 7:5 Erfolg auf der Rechnung stand. Die Reserve des Clubs vom Katthagen in Münster stand in der Leistung ihrer Erstvertretung in nichts hinterher. Eher im Gegenteil, vielleicht natürlich auch befeuert von den nach vielen, vielen Jahren immer noch wenig TT geeigneten Bodenverhältnissen. Wenn man etwas vom frisch gewählten Oberbürgermeister wünschen dürfte, dann sicherlich eine Investition in einen neuen Hallenboden, schmunzelten die Beveraner nach dem Spiel. Sie kennen die Verhältnisse aber bereits seit vielen Jahren und trugen bereits oft ebenso knappe Spiele in der Halle aus. Daher vermochten sie darin keinen wesentlichen Faktor erkennen, der sie um einen Punkt brachte. Mannschaftsführer David Krieg brachte es auf den Punkt, indem er konstatierte, dass zwei gleichwertige Mannschaften sich einen tollen Tischtennisabend geboten haben. Zunächst verlief das Spiel ausgesprochen ausgeglichen. Mit Siegen von Neumeister und Redbrake bei knappen Niederlagen von Krieg und Piochowiak waren die Blicke auf das untere Paarkreuz gerichtet. Auch hier gelang durch einen Sieg von Schwegmann bei einer Niederlage von Rottwinkel ein ausgeglichenes Ergebnis. Damit war die Tür zu einem wirklichen Finale im zweiten Durchgang der Einzel geöffnet.
Im oberen Paarkreuz ging es dann wieder ausgeglichen zur Sache. Neumeister musste hauchdünn in eine Niederlage einwilligen. Der Sieg von Krieg hielt das Spiel aber weiterhin offen. In der Mitte war es dann ein regelrechter Krimi. Sowohl Redbrake als auch Piochowiak mussten bis zum allerletzten Ball ihr gesamtes TT Können auf die Platte bringen, um dann schlussendlich beide Spiele für den BSV verbuchen zu können. Vor alllem Redbrake krönte damit seine fehlerfreie Leistung und avancierte quasi zum Matchwinner mit zwei gewonnenen Einzeln. In der Erkenntnis, dass man das Unentschieden als Minimalziel bereits erreicht hatte, ging es dann in die letzten beiden Einzel. Wer gedacht hätte, dass die Gastgeber sich hiervon entmutigen ließen, wurde deutlich getäuscht. In spannenden Einzeln behielten diese Nerven und beide Punkte gegen Rottwinkel und Schwegmann für sich. Damit war der Strich unter einem für beide Teams akzeptablen Ergebnis. Döneken am Rande: Der BSV schöpfte seine erlaubte Zuschauerkapazität als Gastmannschaft zu 100 % aus. Zwei Zuschauer waren erlaubt und zwei waren gekommen.