Vieles war und ist anders, auch im Tischtennissport. Es werden keine Doppel mehr gespielt, alle Einzel werden unabhängig vom Ergebnis bis zum Schluss durchgespielt und Corona macht besondere Hygienekonzepte erforderlich, damit der Sport in der Turnhalle überhaupt stattfinden kann. Da steht natürlich auch ein Derby unter ganz anderen Voraussetzungen. Die Unbeschwertheit und Unbefangenheit mit auszufüllenden Teilnehmerlisten, Abstandsregeln, Regeln, wie ein Seitenwechsel im Uhrzeigersinn zu vollziehen ist und Bälle nach jedem Spiel desinfiziert werden, wie Mannschaften auf voneinander getrennte Sitzplätze verteilt werden ist ein wenig dahin. Aber alle in der Turnhalle vollziehen dies als Notwendigkeit nach und dann fanden sie auch zu teilweise hochspannenden Spielen.

Für die TTler des BSV war es eine erste Standortbestimmung nach dem Aufstieg in die Kreisliga. Für die SGler aus Telgte kam das Derby vielleicht etwas zu früh. Denn auch sie konnten die eigene Stärke nach der langen Spielpause nicht genau einschätzen. Dass der BSV dann mit 7:5 nach 12 gespielten Einzeln hauchdünn die Nase vorn hatte, zeigte, dass es zwischen beiden Teams kaum qualitative Unterschiede gab. Es hätte auch Unentschieden ausgehen können oder Telgte knapp die Nase vorn haben können. Da hätte sich vermutlich auch niemand in der Halle beschwert. Dass dann der BSV doch das entscheidende Stückchen vorn lag, lag vor allem am eigenen oberen Paarkreuz. Philipp Neumeister und David Krieg, der für seine herausragende Leistung in der Vorsaion (keine Niederlage!) mit der Beförderung ins Spitzenpaarkreuz belohnt wurde, blieben an diesem Tage fehlerfrei. Beiden hatten aber alle Hände voll zu tun, was auch die vor allem in Neumeisters Spielen sehr knappen Ergebnisse in den Sätzen zum Ausdruck brachten. In der Mitte blieben Markus Redbrake und Manni Bals mit je einem Sieg und einer Niederlage ausgeglichen. Hier war es vor allem Bals, der in einem Kracher-Spiel gegen Routinier Ludger Schulze Topphoff in einem Fünfsatzkrimi erst in der Verlängerung die Entscheidung für den BSV herbeiführen konnte und damit den wichtigen Zähler für den BSV einfuhr.

Unten traten Karl Piochowiak und Martin Schwegmann an. Hier war es vor allem Jörg Hengemühl als Gast, der mit einer bärenstarken Leistung auftrat und beiden das TT-Leben zu sprichwörtlichen Hölle machte. Verdient blieb Hegemühl fehlerfrei und die BSV Akteure gegen ihn sieglos. Gegen den mit Material ausgestatteten und sehr unbequem zu spielenden Heiner Garwing tat sich dann auch Piochowiak im zweiten Einzel zunächst sehr schwer. Sein Spiel dann taktisch umgestellt war es dann aber fast ein Selbstläufer. Schwegmann konnte aber auch im zweiten Einzel trotz sehr ansprechender Leistung nicht punkten.

Ein tolles Derby war der Einstand für eine vermutlich für beide Mannschaften vielversprechende Saison. Zum Spielbericht.