Auch wenn es das Datum nahelegt: Es handelt sich bei dieser Meldung nicht um einen Aprilscherz! Die Spielzeit 2019/2020 ist für den Mannschaftsspielbetrieb in ganz Deutschland von der untersten Kreisklasse bis zur Bundesliga (mit Ausnahme der TTBL, die von der TTBL Sport GmbH eigenständig organisiert und verwaltet wird) inkl. Pokal- und Relegationsspielen mit sofortiger Wirkung beendet. Das haben der DTTB und seine 18 Landesverbände in einer Telefonkonferenz am Dienstagabend beschlossen. In dieser abgebrochenen Saison wird die Tabelle zum Zeitpunkt der jeweiligen Aussetzung der Spielzeit als Abschlusstabelle gewertet. Auf DTTB-Ebene war das der 13. März.

Die in diesen Abschlusstabellen auf den Auf- und Abstiegsplätzen befindlichen Mannschaften steigen auf bzw. ab. Der DTTB und die Landesverbände entscheiden individuell, wie Mannschaften berücksichtigt werden, die sich zum Zeitpunkt des Aussetzens Mitte März auf den Relegationsplätzen befinden. Ihre Entscheidungen darüber wollen die beteiligten Verbände kurzfristig einzeln erarbeiten und veröffentlichen. An den Vorgaben und Terminen der Wettspielordnung zur Planung der Saison 2020/2021 wird zum jetzigen Zeitpunkt festgehalten.

Und was bedeutet das nun für den BSV: Des einen Freud und des anderen Leid möchte man sagen.

Während die Erstvertretung bereits drei Spieltage vor dem Ende der Saison als Meister feststand gab es für die Zweite rechnerisch kein Erreichen mehr eines vor dem Abstieg gesicherten Tabellenplatzes. Durch den frühzeitigen Rückzug des 1. FC Gievenbeck vom Spielbetrieb harrte das Team auf dem Vorletzten Tabellenplatz aus, was allerdings zur Relegation berechtigt. Die individuelle Entscheidung des Verbandes bleibt also abzuwarten, unabhängig davon, dass das Team selber auch darüber entscheiden wird, ob ein Verbleib in der 2. Kreisklasse sinnvoll ist. Festlegungen dazu gibt es wohl nicht.

Die Erstvertretung hingegen kann mit Fug und Recht feststellen, dass sie ihr Saisonziel erreicht hat. Alles andere, so war ja schon vor der Saison zu hören, wäre angesichts des zur Verfügung stehenden Kaders auch eine Überraschung gewesen. Dass es dann in der Rückrunde zumindest für kurze Zeit doch noch spannend wurde, lag an den vermehrt auftretenden verletzungsbedingten Ausfällen und terminlichen Überschneidungen. Nachdem der ärgste Verfolger VFL Sassenberg scheinbar immer besser in die Saison fand und auch seine Chance gegen den BSV im Rückspiel nutzte (8:8) standen eigentlich alle Zeichen auf Sturm. Doch der BSV behielt die Nerven und Sassenberg seinerseits trat dann auch deutlich geschwächt in weiteren Partien an. So sind es dann am Ende ganze sieben Punkte Vorsprung für den BSV, uneinholbar auf die letzten Meter und nun auch besiegelt. Ob Sassenberg und Handorf über eine Relegation in die Kreisliga folgen können bleibt abzuwarten.

Eindrucksvoll auch die Bilanzen der 1. Herrenmannschaft, allen voran David Krieg und Achim Bücker, die ungeschlagen blieben in dieser Saison und Karl Piochowiak, der nur ein Spiel in der gesamten Saison verlor. Aber auch alle anderen Ergebnisse lassen sich mehr als sehen. Und auch die Doppel sind im Team wohl ein Dominanz.