Auch im fünften Spiel war dem BSV nicht beizukommen. Obwohl der Absteiger aus der Kreisliga und vor zwei Jahren der unangefochtene Meister in der 1. Kreisklasse SC Hoetmar in dieser Saison erstmals nahezu mit der Stammmannschaft antrat und er es dem BSV gerade am Anfang der Partie schwer machte, setzte sich der selbst ernannte Aufstiegsaspirant BSV dann doch sehr deutlich mit 9:2 durch. Durchaus zu hoch in der Endabrechnung. Im späteren Verlauf der Partie vor allem durch die in der Mitte und unten, aber dann auch in den Spitzenbegegnungen im oberen Paarkreuz vorgetragenen Leistungen allerdings zwangsläufig. 

In Hoetmar war in der Vergangenheit schon viel erlebt worden. Und so erinnerten sich vor allem die Routiniers beider Mannschaften an heiße Fights, enge Begegnungen mit mal dem einen, mal dem anderen Ausgang aber vor allem an tolle TT Zeiten. Da standen oft auch Familienbegegnungen auf dem Plan, die geprägt durch die TT-Großfamilien Schwegmann auf der einen Seite und Huerkamp auf der anderen Seite für viel Dampf unter dem Kessel sorgten. An diesem Spieltag war auf beiden Seiten mit Martin Schwegmann und Tonio Huerkamp jeweils nur ein Familienmitglied an den Tischen zu verzeichnen. Dies tat einem spannenden Spielverlauf allerdings keinen Abbruch, da sich auch alle anderen mächtig ins Zeug hingen. Das es kein ganz normaler Spieltag werden sollte, dass war schon im Verlauf der Doppel zu erkennen. Sowohl David Krieg/Karl Piochowiak als auch Markus Redbrake/Philipp Neumeister quälten sich gegen die unbequem aufspielenden Hoetmarer jeweils bis in den fünften Satz. Vor allem der Einsatz von Material in Form von unterschiedlichen Belägen hat es in Hoetmar regelmäßig in sich. Beide Partien gingen knapp für den BSV aus. Das dritte Doppel war dann fest in BSV Hand und Andreas Rottwinkel/Martin Schwegmann zeigten nur in ganz kurzen Momenten kleine Schwächen. Der ungefährdete Sieg sorgte für eine an sich beruhigende 3:0 Führung. Dagegen hatte der SC aber etwas und er trat bärenstark in den Einzeln im oberen Paarkreuz auf. Markus Redbrake kam mit dem sehr unbequem aufspielenden Beste nur schwer zu recht und Philipp Neumeister fand letztlich kein Rezept gegen den brillant agierenden Holtrup, so dass Hoetmar mit einem Doppelschlag das Spiel wieder öffnete. Doch dann kam die Zeit des BSV. Zunächst eine starke Leistung von Piochowiak, dann ein gänzlich ungefährdeter Sieg von Krieg, der an diesem Tage sein wohl bestes TT-Spiel seit vielen Jahren ablieferte. Dann zwei klare Siege von Schwegmann und Rottwinkel im unteren Paarkreuz nivellierten das Team wieder auf die Siegerstraße. Gespannt war man auf die Begegnungen im oberen Paarkreuz, die für den BSV alles klar machen konnten. Und da kam dann die Stunde von Redbrake und Neumeister. Routinier Redbrake zauberte eine taktische, spielerische und technisch ausgefeilte Show an die Platte, die seinen Gegenüber nahezu verzweifeln ließ. Egal was er anpackte, und er spielte stark auf, Redbrake hatte eine Antwort. Es sah beeindruckend leicht aus, wie der Teamchef des BSV den Gegenüber nahezu beliebig auseinandernahm. Und auch Neumeister hatte wohl auf die mitunter kurios wirkende Spielart von Beste keine Lust, sich das Spiel aufdrängen zu lassen. Konsequent druckvoll vor allem mit sehr schnellen Vorhand Topspins drängte er den Gegenüber in ein passives Spiel, in dem er nur reagieren konnte. Das zerstörerische seines Spielstils kam nicht mehr vor und so war es zwangsläufig, dass der BSV den fünften Sieg in Folge einfuhr und weiterhin  mit leichtem Vorsprung die Tabelle anführt.

Von der Reserve gibt es in dieser Woche nicht so viel zu berichten. Die waren sehr kurzfristig gebeten worden, dass Spiel gegen Angelmodde zu verlegen. Diesem Wunsch kam man natürlich nach und spielt nun am 8.10. gegen den TSV.