9:3 Auswärtserfolg für den BSV - zweiter Sieg im zweiten Spiel
Spiele beim TTC Münster haben Tradition. Früher noch in der kleinen, baufälligen Einfachhalle, heute in der neuen Mehrfachsporthalle des Hansaberufskollegs. Das ändert nichts. Der Tisch ist genauso groß wie immer und auch an der Ballgröße wurde zur neuen Saison nichts verändert. Nur das Material des Balles ist nicht mehr Celluloid sondern Plastik. Daran haben sich aber (fast) alle gewöhnt. Erwartet wurde das Sextett des BSV von der 7. Mannschaft des TTC. Das war früher auch schon mal anders, da stand auch schon mal eine 1. Macht nichts, denn guter Sport wird auch in der Kreisliga hoch geschrieben in beiden Vereinen. Traditionell ging es zumeist knapp zu, und oft ist die Aufstellung der Münsteraner auch eine Wundertüte. Nicht nur gut besetzt kamen sie daher. Auch mit einigen sehr gut bekannten. Allen voran Benne Lauckmann an Nummer 1, der nicht nur früher beim BSV gespielt hat, sondern der auch seit vielen vielen Jahren eine feste Trainergröße beim BSV ist. Dann Dirk Pelzer und Ringo Marks, von vielen Einsätzen bekannt. Und natürlich Urgestein Robert Baldus, der immer für Überraschungen am Tisch gut ist. Noch nicht so gut bekannt war Laura Klein, die sich mit guter Leistung aber sofort einen Namen machte. Ergänzt wurde das Team von Christian Stork. Der BSV hielt mit Daniel Rolf (Premiere in der neuen Saison und als Rückkehrer), Philipp Neumeister, David Krieg, Karl Piochowiak, Andreas Rottwinkel und Martin Schwegmann gegen.
Dass es nur leidlich spannend wurde im Spielverlauf, das lag vor allem an den Brettern 1 bis 4 beim BSV. Das gilt aber nur für die Endergebnisse der Einzel. Die Spiele selber waren in sich hart und gut umkämpft. Auch wenn einzelne Spiele deutlicher in den Sätzen ausfielen, war eine Wette auf Erfolg bis zum Schluss nicht möglich. Die Ausnahme machte Daniel Rolf, der vor allem im zweiten Einzel gegen den sehr stark aufspielenden Benne Lauckmann eine lupenreine Leistung und Tischtennis zum Zunge schnalzen bot. Aber auch Neumeister bot tolle TT-Kost an. Schwierigkeiten hatte Piochowiak im ersten Einzel, um im zweiten aber souverän zu agieren. Aber auch er behielt beide Punkte. David Krieg spielte routiniert sein Pensum herunter und geriet nie wirklich in Gefahr.
Im unteren Paarkreuz war die ganze Sache dann schon anders verteilt. Hart umkämpft waren alle Spiele dort und die beiden Beveraner blieben im ersten Durchgang ohne Sieg. Im Grunde hatten sie die Spiele aber nicht verloren, sondern die Gegenüber gewonnen, da sie immer einen draufsetzen konnten. Im zweiten Durchgang ließ sich Routinier Schwegmann die Butter nicht vom Brot nehmen. Andreas Rottwinkel, zum ersten mal in dieser Saison am Tisch, tat sich aber auch da noch schwer und willigte nach wechselnder Leistung in den virtuellen Handschlag ein.